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Ich glaube, hilf meinem Umglauben

 

Friedhelm F.

 

01 April 2020

Als Kind ist das mit dem Glauben gar nicht so schwer:  Bei unserem Urlaub in Südtirol wollten wir an den Gardasee zum Baden fahren und dort einen schönen Tag haben. Unsere 5-jährige Tochter freute sich, im 150 km entfernten Gardasee zu baden. Als wir unterwegs waren, fing es an zu regnen: so ein Regen der nicht aufhört. Unsere Tochter war ganz traurig, nicht baden zu können. Wir trösteten sie: „… wird schon wieder aufhören“. Aber es hörte nicht auf. Also sagten wir ihr, „da hilft nur noch beten“. Und genau das tat sie dann auch. Sie sagte Gott warum sie so enttäuscht ist und dass sie gerne baden würde. Und Gott hat ihr genau das geschenkt. Solange wir am Gardasee waren, gab es den schönsten Sonnenschein und davor und wieder auf dem Heimweg regnete es. Da war kein Zweifel, kein Unglaube, Alles war klar: Gott macht das schon.

 

In Indien muss man einen ausgewachsenen Elefanten nur mit seinem Bein an einen Pflock mit einem dünnen Faden anbinden. Obwohl er die Kraft hätte, einen Baum zu entwurzeln und einfach weggehen zu können, sorgen der Faden und der Pflock im Boden dafür, dass der Elefant quasi willenlos stehenbleibt. Der Elefant, der sich so „anketten“ lässt, wurde von klein auf trainiert, angebunden zu sein. Als Elefanten-Baby war er zu schwach, sich zu befreien und diese Erinnerung prägt ihn und er reißt sich auch später nicht los, weil er glaubt, es nicht zu können. Kommt euch das irgendwie bekannt vor?

Unsere „Elefantenfesseln“ hören sich meistens so an: Ich kann das nicht..., das macht man so..., das war schon immer so..., was sagen die anderen dazu..., das glaub ich nicht...,

Manche in der Kindheit angelegte Fessel sitzt so fest und bestimmt unser Leben und wir können es nicht glauben, dass es anders gehen soll.

 

Oft bin ich in meiner Arbeit als Projektleiter an Grenzen gekommen die mit „natürlichen Mitteln“ nicht zu überwinden waren. Doch Gott hat Dinge bewirkt, die schon verloren schienen.  Nachdem wir die Schnitte Ost ab August 2008 eröffnet haben, war erstmal gar nicht so klar was wir dort machen sollten. Wir hatten zwei Mitarbeiter, bezahlt vom Jobcenter, vor Ort, die in den leeren Räumen erstmal nur anwesend sein und für Ordnung und Sauberkeit sorgen sollten. Aber zu Gabi und Bettina (unsere zwei Mitarbeiter) kamen bald jeden Tag ein paar Kinder und mit der Zeit wurden es immer mehr. Also brauchten wir für die Kinder Tische und Stühle zum Essen und Hausaufgaben machen. Als die Kinderzahl wuchs, bekamen wir auch mehr Stühle und Tische geschenkt und dadurch hatte jedes Kind seinen eigenen Platz. Aber die Stühle und Tische waren alt und die Kinder sehr lebhaft. Bald hatten wir eine bunte Auswahl an Stühlen und Tischen, nichts passte zusammen und immer wieder gingen Stühle kaputt. Von der Landeskirchlichen Gemeinschaft bekamen wir dann das erste Mal einheitliche Stühle geschenkt. Wir waren beeindruckt, denn wir bekamen sie einfach so geschenkt,  ohne dass wir vorher darum gebeten hatten. Diese Stühle waren vorher in einem sehr trockenen Raum gelagert worden und durch die ständige Benutzung durch die Kinder gingen über kurz oder lang fast alle Stühle kaputt. Wo sollten wir jetzt wieder neue Stühle herbekommen. In der Vorweihnachtszeit 2009 bekam ich einen Anruf von der C&A Filiale aus Günthersdorf. Eine junge Frau teilte mir mit, dass sie  von unserer Arbeit bei einen  Friseurbesuch gehört hatte und sie sofort begeistert war. Sie und die Filiale in Halle würden uns jeweils 2.000 € zu Weihnachten spenden. Davon konnten wir uns die Tische und Stühle in der Schnitte Ost kaufen, die wir heute noch benutzen und die noch immer wie neu aussehen. Die Stühle und Tische scheinen tatsächlich „unkaputtbar“ zu sein.

 

Das Problem, dass die Stühle auseinanderfallen und die Anzahl der brauchbaren Sitzmöglichkeiten immer kleiner wurde, hat Gott bei einen kleinen Friseur zwischen Günthersdorf und Halle gelöst. Ein Gespräch zwischen einer Friseuse und einer Kundin hat eine andere Kundin mitgehört und war beeindruckt. So habe ich als Leiter oft erlebt, wie Glaube funktionieren kann, was ich an dem folgenden Erlebnis nochmal festmachen will: Wir waren als Vorstand gefragt, als wir den Mietvertrag für die Schnitte Ost unterschrieben haben. Irgendwie ist es ein paar Vorstandmitgliedern erst danach klar geworden, dass 650 € im Monat ein Betrag ist, den wir bis dahin, in dieser Höhe noch nicht ausgegeben hatten. Wir unterschrieben trotzdem den Vertrag und waren uns einig, bis zum Jahresende den Betrag zusammen zu bekommen. Erst nachdem wir den Vertrag im Glauben unterschrieben hatten, bekamen wir diesen Betrag von einem Christen gespendet mit der Zusage jeden Monat bis zum Ende des Jahres 2008 zu spenden. Im Nachhinein kann ich sagen, dass wir bis heute der GWG keinen Monat die Betriebskosten schuldig bleiben mussten.

 

Meine Devise „Gott macht das schon“ ist nicht nur eine Redensart sondern Erfahrung die ich über die Jahre machen konnte. Gott hat mir durch sein Tun Stück für Stück den Unglauben genommen.

Dafür bin ich sehr dankbar. Mit Glauben wurde schon viel bewegt, die ganze Bibel ist voll davon.

Ich wünsche Ihnen und uns für 2020, dass Gott unserem Glauben Wachstum schenkt und uns bei unseren Unglauben hilft.

Über Uns

Vor 23 Jahren starteten wir in einem Wohnzimmer unseren Traum von einem zeitgemäßen Jugendverein in Halle, der Gott erlebbar und real macht und so der Stadt Bestes sucht. Inzwischen haben sich diesem Wunsch viele Menschen angeschlossen - es ist genial zu sehen, wie unser Traum in vielen Projekten und Aktionen immer realer wird.

 

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